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Pilze und Verbundenheit

Das Reisebüro am Hafen wäre ohne Pilze nie entstanden. Nicht im psychonautischen Sinne, sondern im dokumentarischen. Die Recherche für den Film The Mushroom Speaks hat meinen Blick auf Verbundenheit grundlegend verändert.

Pilze leben in Netzwerken. Sie verbinden Bäume untereinander, teilen Nährstoffe, senden Signale. Sie kennen keine Grenzen zwischen Individuen — oder besser: ihre Grenzen sind durchlässig. Was das eine braucht, gibt das andere.

In der therapeutischen Arbeit erlebe ich etwas Ähnliches. Menschen, die zu mir kommen, spüren oft, dass sie abgetrennt sind — von sich selbst, von anderen, von etwas Grösserem. Die Arbeit besteht nicht darin, neue Verbindungen zu schaffen. Sondern darin, die bestehenden wieder wahrzunehmen.

Der Pilz spricht nicht in Worten. Er spricht durch seine Existenz, durch sein Netzwerk, durch seine Beharrlichkeit. Vielleicht ist das die wichtigste Lektion: Man muss nicht laut sein, um gehört zu werden.